Ein Kommentar »Diese kleinen Käfige, wie sie typischerweise für Affen in der medizinischen Forschung in aller Welt verwendet werden, diese winzigen Käfige aus Draht oder Gitterstäben mit normalerweise überhaupt nichts darin, sie sind so schrecklich. Ich meine, ich weiß, wie das ist für soziale Lebewesen mit der Intelligenz von Affen. Sie haben ein ausgeprägtes Sozialleben, sind umgeben von ihrer Familie. Jeden Tag gibt es für sie neue Herausforderungen, bei denen sie ihren Verstand gebrauchen müssen. Ihr Leben draußen im Wald ist einfach phantastisch. Zu sehen, wie die Affen allein in den Käfigen sitzen, ohne jegliche Beschäftigungsmöglichkeiten, so dass sie verrückt werden vor lauter Eintönigkeit und Traurigkeit, ist einfach zutiefst bedrückend. Ich denke, die Verwendung von Tieren für Giftigkeitsprüfungen ist falsch. Je höher wir in der Hierarchie der Tierwelt aufsteigen, desto näher kommen wir einer Komplexität des Gehirns, die eine größere Kapazität für Emotionen, für Gefühle, für das Verständnis, was passiert, für die Erwartung was als nächstes kommt, nahe legt. Primaten für Experimente wie diese zu verwenden ist keinesfalls zu akzeptieren. Der Videofilm, in dem zu sehen ist, wie diese hilflosen Tieren behandelt werden, diese Brutalität, die Gefühllosigkeit, das Witze reißen und Lachen, völlig ohne jede Würde, wie sie wie Sachen behandelt werden, wie leblose Dinge, das alles hat mich schwer geschockt. Es macht mich unheimlich wütend und es muss etwas dagegen getan werden. Ich weiß nicht, wie die Leute, die darüber entscheiden, ob so etwas erlaubt werden darf oder nicht, sich diesen Film anschauen können, ohne hinterher zu sagen, wir müssen das unbedingt sofort stoppen. Ich möchte das Ende der Versuche an Primaten und anderen Geschöpfen, wie Hunden und Katzen, sehen. Aber bei Primaten, weil sie mehr wie wir sind, haben wir mehr noch das Gefühl, dass es für sie besonders furchtbar sein muss. Was vor allem so schrecklich anzusehen ist, wie diese kleinen Äffchen und auch trächtige Weibchen aus ihren Käfigen gezerrt werden, sich in Terror, Angst und Panik mit aller Kraft sträubend. Und es gibt für sie kein Entkommen, ihre verzweifelten Versuche sich zu wehren, da kommen einem die Tränen in die Augen, weil sie so hilflos sind und es gibt nichts, was sie tun können. Und das allerschrecklichste, diese brutale Behandlung, diese Grausamkeit, diese Gefühllosigkeit, es ist nicht auszuhalten daran zu denken. Und es geht weiter jeden Tag. Ich denke BUAV leistet absolut Großartiges. Es gibt nicht viele Organisationen oder Einzelpersonen, die den Mut haben, da rein zu gehen und solche Filmaufnahmen, wie ich sie gerade gesehen habe, herauszuholen. Und meistens, wenn so etwas passiert, ändert sich auch etwas. Ich zolle BUAV größte Bewunderung und Respekt und besonders dem Menschen, dem diese Undercover Aufnahmen zu verdanken sind. Kein Lob kann groß genug sein.« Dieser Videofilm dokumentiert die folgenden für die Durchführung von Tierversuchen völlig unnötigen Tierquälereien: Die Haltungsbedingungen der zweitausend Primaten im Tierversuchslabor der Covance Laboratories GmbH in Münster sind entsetzlich: einzeln eingesperrt in kleine Metallgitterkäfige, kein natürliches Licht, kein Platz, keine Sozialkontakte und keinerlei Beschäftigungsmöglichkeit, so fristen die Tiere ihr Dasein, tagein tagaus, bis zu drei Jahre lang. Auch wenn die Pharmaindustrie dies immer wieder behauptet, es gibt keinerlei gesetzliche Vorschriften in der EU, die Arzneimitteltests an Primaten vorschreiben. Und gerade die bei Covance durchgeführten Fortpflanzungsgiftigkeitsprüfungen sind ausgesprochen unüblich.Nach schweren operativen Eingriffen werden die noch betäubten Tiere einfach in ihren Metallgitterkäfigen abgeladen, ohne jegliche Nachversorgung. Beim Aufwachen schlagen die Tiere taumelnd auf dem harten Metallboden auf. Es ist brutal und unprofessionell, wie bei Covance mit den Tieren umgegangen wird. Und noch dazu ein weiterer Verstoss gegen EU-Recht, das Räumlichkeiten für die Erholungsphase nach einer Operation vorsieht. Die Versorgung nach Operationen läuft hier völlig schief. Das EU-Recht schreibt Wärme, Schutz sowie eine Überwachung während der Aufwachphase vor. Das alles fehlt völlig. Die Affen werden einfach in ihre Käfige zurückgebracht. Man sieht deutlich, wie sie umhertaumeln beim Aufwachen; keine Aufsicht, keine Pflege. Die gesetzlichen Vorgaben der EU fordern, dass das Personal kompetent und mitfühlend sein soll und im Umgang mit Tieren behutsam aber entschlossen, bei Covance jedoch werden die Tiere immer wieder mit roher Härte misshandelt. | ||||||||