"Routine Eingriffe"

Bei Covance in Münster müssen die Affen nicht nur unter entsetzlichen Bedingungen leben, sie werden zudem täglich schmerzhaften Routine-Eingriffen ausgesetzt. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, werden die Primaten dabei auch noch vom Personal auf die brutalste Weise misshandelt. Tag für Tag Leid ohne Ende. Folgende Aufzählung gibt nur einen kleinen Teil der schrecklichen Qualen wieder, die die Tiere täglich durchleiden müssen:
Zwangsfütterung
Für diese hochgradig belastende Methode der Verabreichung von Teststoffen, werden den Affen die Arme auf den Rücken gedreht. Mit festem Griff auf das Knie eines Pflegers gepresst, wird ihr Mund aufgerissen und ein Schlauch bis in den Magen getrieben. Da die Tiere wissen, was auf sie zukommt, versuchen sie verzweifelt, der brutalen Prozedur zu entgehen, sie zappeln und winden sich und halten ihren Mund so lange wie möglich krampfhaft geschlossen.
Blutentnahmen
Einige der Covance-Mitarbeiter sind nicht in der Lage, eine Blutprobe zu nehmen, ohne etliche Male zustechen zu müssen. So wird das Blutabnehmen für die Affen zur langwierigen Tortur. Sie schreien und versuchen, sich zu wehren und viele haben am Ende der Prozedur blutende Wunden. Tiere, die bei Blutentnahmen oder Zwangsfütterung nicht »mitspielen«, werden brutal geschüttelt und geschlagen. Die Undercover Aufnahmen zeigen, wie Mitarbeiter von Covance immer wieder die Geduld verlieren, wenn sie zum Beispiel die Vene nicht treffen können oder die Affen sich bei den Zwangsmaßnahmen zu stark wehren. Einige Mitarbeiter rasten völlig aus und schreien und fluchen. In einigen Abteilungen sind Beschimpfungen der Affen selbst durch leitende Angestellte an der Tagesordnung.
Infusionen
Um Teststoffe in die Blutbahn zu verabreichen, werden die Affen in so genannten Affenstühlen fixiert. Diese Vorrichtung ist wie ein Art Pranger, in der der Hals von einer Plexiglasplatte umschlossen wird. An Armen und Beinen gefesselt, müssen sie bis zu einer halben Stunde in den Stühlen ausharren. Auch trächtige Weibchen werden auf diese Weise gequält.
Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit
Den betäubten und mit Stricken auf ein Metallgestell geschnallten Affen wird eine Nadel im Lendenbereich in die Wirbelsäule gestochen. Anschließend werden die Tiere zum Aufwachen einfach auf den nackten Metallgitterboden ihrer Gefängnisse gelegt.
Entnahme von Samenflüssigkeit
Narkotisierte Affen werden mit dem Kopf nach unten gehalten. Durch einen Elektroschock wird ein Samenerguss provoziert.
Milchentnahme
Die Affenmütter werden für diese Prozedur über mehrere Stunden von ihren Babys getrennt für beide eine unglaubliche Stresssituation.
Innere Untersuchung
Narkotisierte Affen werden kopfüber aufgehängt. Durch einen Schnitt durch die Bauchdecke werden die inneren Organe mit Hilfe eines Endoskops untersucht.
"Versorgung" nach Eingriffen
Nach Operationen, Entnahme von Rückenmarks oder Samenflüssigkeit oder anderen Eingriffen, die eine Narkose erforderlich machen, werden die noch betäubten Tiere einfach in die kalten Metallgitterkäfige gebracht. Beim Aufwachen müssen sich viele der Tiere übergeben. Die Filmaufnahmen zeigen Affen, die in der Aufwachphase taumelnd auf dem harten Metallboden aufschlagen. Keine Spur einer Versorgung nach der Operation.
Giftigkeits Prüfungen (Toxikologie-Tests):
Um die Giftigkeit bzw. die tödliche Dosis neuer Substanzen zu testen, werden diese den Affen in das Blut injiziert. Toxikologie Test zählen zu den grausamsten Tierversuchen.
Tötung
Die Tötung der Affen erfolgt durch Ausbluten. Betäubten Tieren werden die großen Schlagadern an Hals und Beinen aufgeschnitten. Dabei werden sie hoch gehalten, damit das Blut herauslaufen kann. Nach einer Untersuchung werden die toten Tiere wie Müll entsorgt.
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